Der ultimative Hundepflege Guide: Darauf kommt es wirklich an

Eine gesunde und strahlende Erscheinung ist bei unseren Vierbeinern kein Zufall, sondern das Ergebnis von richtiger, liebevoller und regelmäßiger Fellpflege. Als Hundefriseurin in Schwechat werde ich täglich mit den Folgen falscher Pflegeroutinen konfrontiert: schmerzhafte Verfilzungen, zu lange Krallen oder gereizte Haut.

In diesem umfassenden Guide erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Hund zwischen den Besuchen im Hundesalon optimal pflegen.

Ein glücklicher Hund wird professionell im Hundesalon gepflegt

Warum ist regelmäßige Fellpflege so wichtig?

Hundepflege ist weitaus mehr als nur eine Frage der Optik. Ein intaktes Fell schützt den Hund vor Hitze, Kälte, Nässe und Parasiten. Ein ungepflegtes Fell führt zu:

  • Hot Spots & Ekzemen: Unter verfilztem Fell staut sich Wärme und Feuchtigkeit, der perfekte Nährboden für Bakterien.
  • Bewegungsschmerzen: Verfilzungen, besonders in den Achseln oder Leisten, können bei jedem Schritt schmerzhaft ziehen.
  • Parasitenbefall: Zecken und Flöhe verstecken sich oft unentdeckt in tiefem, ungepflegtem Fell (Filzmatten).

Die 4 Säulen der Hundepflege

1. Richtiges Bürsten & Unterwolle entfernen

Dies ist die wichtigste Aufgabe für Zuhause. Es reicht jedoch nicht, nur "obendrüber" zu bürsten. Die Unterwolle sitzt oft dicht an der Haut. Bei Hunden mit doppeltem Haarkleid (wie Golden Retriever oder Schäferhund) muss die lose Unterwolle regelmäßig entfernt werden, damit die Haut atmen kann.

Was passiert, wenn die Unterwolle nicht entfernt wird? Wenn abgestorbene Unterwolle nicht regelmäßig entfernt wird, staut sich die Hitze am Körper (besonders im Sommer). Zudem kann die Haut nicht mehr atmen, was zu Schuppen, Juckreiz und massiven Verfilzungen führen kann.

Für Hunde mit wolligem oder lockigem Haar (Bichon Frisé, Malteser, Goldendoodle) ist eine professionelle Zupfbürste (Slicker Brush) und ein guter Metallkamm essenziell. Arbeiten Sie sich beim Bürsten schichtweise von unten nach oben vor ("Line-Brushing").

2. Hund waschen: So oft wie nötig, so selten wie möglich

Entgegen früherer Meinungen dürfen Hunde heute durchaus öfter gebadet werden – vorausgesetzt, Sie verwenden ein hochwertiges, rückfettendes und auf den pH-Wert des Hundes (ca. 7,0 bis 7,5) abgestimmtes Hundeshampoo. Niemals Menschenshampoo verwenden!

Manche Rassen (wie Havaneser oder Malteser) profitieren von einem regelmäßigen Bad alle 4–6 Wochen, während kurzhaarige Rassen oft nur gebadet werden müssen, wenn sie sich in Schmutz gerollt haben.

3. Krallenschneiden & Pfotenpflege

Zu lange Krallen verändern die gesamte Zehenstellung Ihres Hundes. Langfristig kann dies zu Fehlbelastungen in den Gelenken und Arthrose führen. Im Stand sollten die Krallen den Boden im Idealfall nicht berühren. Wenn es auf hartem Boden "klickt", ist es definitiv Zeit zum Krallenschneiden.

Zusätzlich sollten besonders im Winter die Ballen mit natürlichem Pfotenbalsam gepflegt und die Haare zwischen den Ballen regelmäßig ausgeschnitten werden, um Rutschen auf glatten Böden und das Einklemmen kleiner Steinchen zu verhindern.

4. Ohrenpflege

Ein gesundes Hundeohr reinigt sich meist von selbst. Besonders Schlappohren (wie beim Cocker Spaniel oder Havaneser) sind jedoch anfällig für Hefe- oder Bakterieninfektionen, da das Klima im Ohr warm und feucht ist. Ein wöchentlicher Check und gelegentliches sanftes Auswischen mit einem speziellen Ohrreiniger sind Pflicht.

Kata Szokoli

Über die Autorin: Kata Szokoli

Kata ist ausgebildete und zertifizierte Hundefriseurin sowie Gründerin des Nono Hundesalons in Mannswörth bei Schwechat. Sie betreut Hunde aller Rassen mit einem besonderen Fokus auf stressfreie, geduldige Einzelsitzungen und natürliche Pflegeprodukte.

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Ob Entfilzen, Unterwolle entfernen oder ein luxuriöses Thalasso Spa Bad – im Nono Hundesalon übernehmen wir die komplette Pflege für Sie.

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